Über „Leben und Lernen im Ganztag“ (LiGa NRW)

„Leben und Lernen im Ganztag“ (LiGa NRW) ist ein Projekt zur Unterstützung der Schulentwicklung an integrierten Schulen in Nordrhein-Westfalen (NRW). Es zielt darauf ab, Lehr- und Lernprozesse im Sinne einer ganzheitlichen Bildung von Kindern und Jugendlichen weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um neue Impulse für den Unterricht, sondern auch darum, die Persönlichkeitsentwicklung und das soziale Miteinander zu stärken.

 Zielsetzung für die zweite Programmphase

Für die zweite Projektphase (2020 bis 2024) ergeben sich folgende Ziele für LiGa NRW, die in einem Landeskonzept festgehalten wurden:

Auf Schulebene

  • In schulischen Netzwerken entwickeln die Schulen ihre innovativen Konzepte zur Schul- und Unterrichtsentwicklung aus der ersten Projektphase weiter und stellen diese allen teilnehmenden Schulen in digitaler Form zur Verfügung.
  • Die digitale Vernetzung und auch das digitale Lernen sowie die systemische Verankerung der selbstgewählten Projekte stehen im Mittelpunkt der Entwicklungen.
  • Es entsteht eine Praxisdatenbank bestehend aus den schulischen Projekten und weiteren Materialien aus der zweiten Phase.
  • Alle Ergebnisse der schulischen Arbeiten sollen über die Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW) in die Lehrerfortbildung einfließen und damit allen Ganztagsschulen des Landes zugutekommen.

Auf Steuerungsebene

  • Schulaufsicht und Schulleitungen steuern gemeinsam die Qualitätsentwicklung in den Schulen. Dabei schärfen sie die jeweiligen Rollen- und Aufgabenprofile und entwickeln sie weiter, um Rollenklarheit in den Prozessen zu erhalten.
  • Instrumente und innovative Kommunikationsstrukturen werden entwickelt und erprobt, z. B. Bilanz- und Perspektivgespräche, digital-gestützte Austauschformate.
  • Die Ergebnisse von LiGa NRW sollen in die Konzepte zur Schulleitungs- beziehungsweise zur Schulaufsichtsqualifizierung über QUA-LiS NRW einfließen, um u. a. die Aufgabenprofile der Leitungsebenen zu schärfen.

Koordinierungsgruppe

  • Die Teilnehmenden erhalten beispielsweise Inputs von Expertinnen und Experten und reflektieren u. a. Steuerungsansätze im Hinblick auf Gelingensbedingungen, Bedarfe und Stolpersteine bei der Durchführung von ganztagsbezogenen Schulentwicklungsprojekten und deren Transferprozesse in Landesstrukturen.
  • Langfristig wird ein Empfehlungspapier für die Einrichtung einer landesweiten Koordinierungsgruppe zur Beratung und Begleitung von Schulentwicklungsprojekten im Ganztag entwickelt.

Zielgruppen

LiGa NRW richtet sich auf mehreren Ebenen an folgende Zielgruppen:

  • Zentrale Zielgruppe auf der Schulebene sind die schulischen Projektteams der 105 integrierten Schulen, an denen auch Schulleitungsmitglieder teilnehmen. Letztlich sollen die Angebote z. B. die inner- und außerunterrichtliche Qualität an Ganztagsschulen steigern, so dass die Schülerinnen und Schüler als indirekte Zielgruppe anzusehen sind.
  • Die für integrierte Schulen zuständigen Dezernate 44 der fünf Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster arbeiten auf der Ebene der oberen Schulaufsicht im Projekt mit.
  • Koordinierungsgruppe: Stakeholder der Ganztagsschulentwicklung in NRW treffen sich zu gemeinsamen Arbeitssitzungen im Rahmen des Projektes.
  • Netzwerkmoderation, Schulentwicklungsbegleitung, Medienbegleitung: Neben der Durchführung der Netzwerktreffen und der Begleitung der schulischen Arbeit sind die bezirksinternen Teams auch Zielgruppe der Projektarbeit. Sie erweitern in „Werkstätten“ ihre Kompetenzen beispielsweise in Bezug auf (E-)Moderation, Unterstützung von Schulentwicklungs- sowie Transferprozessen und Beratung.

Inhaltliche Schwerpunkte

Die schulische Arbeit lässt sich wie in der ersten Phase in drei Handlungsfelder unterteilen:

Angebote für die Teilnehmenden

  • Schulebene:
    • Schulische Netzwerke im Blended Learning-Format
    • Dokumentation und Veröffentlichung von Praxisbeispielen in einem Online-Angebot
    • Landesweite Vernetzung über die digitale Austauschplattform für alle Teilnehmenden des Landesprojekts
    • Begleitung schulinterner Entwicklungen und Beratung in Fragen zum digitalgestützten Lernen und zum Entwicklungsvorhaben
  • Steuerungsebene
    • Kooperations-Workshops mit Schulleitung
    • Dezernatsinterne Arbeitsformate
    • Bezirksübergreifende Workshops
    • Kooperationskurse auf der Austauschplattform
    • Erstellung von Bausteinen für die Leitungsqualifizierung (Schulleitung, Schulaufsicht, Arbeitsbereich 8 der QUA-LiS NRW)
    • Landesweite Fachtage, vor allem zum Schwerpunkt „Lehren und Lernen in der digitalisierten Welt“
  • Netzwerkmoderation / Schulentwicklungsbegleitung / Medienbegleitung:
    • Dokumentation der Vorbereitungs- und Schulungsmaßnahmen zur Weitergabe in die staatliche Lehrerfortbildung NRW
    • Einführung in eine Kombination aus E-Moderation und Präsenzmoderation der Netzwerktreffen
  • Koordinierungsgruppe:
    • Erstellung eines möglichen Empfehlungspapiers u. a. als Beratungshilfe für landesweite Schulentwicklungsprojekte
    • Erarbeitung von Verstetigungs- und Transferbedingungen
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