Start der Schülerakademie

12.12.2019 - Bei der ersten Schülerakademie sprachen Schülerinnen und Schüler darüber wie sie Schulen besser machen können.

© DKJS/A. Kolata

Im Schulentwicklungscamp #EnterSchool hatten Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt Anfang September gezeigt, dass sie viele konkrete Ideen für Schulentwicklung haben. Bei der ersten Schülerakademie, die aus dem Camp heraus entstanden ist, konnten die Jugendlichen nun ihre Lösungsansätze konkretisieren – und wurden dabei von einem Poetry Slammer und einem Landtagsabgeordneten beraten.

 

Treffpunkt Ministerium

Ein Dutzend Schülerinnen und Schüler kam am 11. Dezember 2019 zur ersten Schülerakademie im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration in Magdeburg zusammen. Die Idee, eine Schülerakademie ins Leben zu rufen, war bereits im Camp entstanden. Die Akademie soll Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihre konkreten Ideen und Konzepte aus dem Camp weiterzuentwickeln – und sich Gehör zu verschaffen.

Vom Camp zur Akademie

Einer der teilnehmenden Schüler ist Arian Rieke. Der 14-Jährige geht in die 9. Klasse des Editha-Gymnasiums in Magdeburg. Beim Schulentwicklungscamp war er ebenfalls mit dabei: „Das war eine tolle Erfahrung. Wir alle wollten etwas in Bewegung bringen. Gemeinsam haben wir diskutiert, wie wir unsere Schulen besser machen können. Alle haben sehr akribisch an den Themen gearbeitet.“
Er hatte in der Arbeitsgruppe Schülerbeförderung mitgemacht: „Es ging um die Frage, wie wir Schülerinnen und Schüler gut, schnell und kostengünstig befördern können“, erklärt Arian. „Gerade in den ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts hat das Thema auch viel mit Klimaschutz und Teilhabechancen zu tun. Als Lösungsvorschlag haben wir ein Konzept für ein kostenloses Schüler-Azubi-Ticket entwickelt.“

Tipps vom Poetry Slammer

„Aber wie können wir unsere Themen in kurze Statements verpacken, sodass die Politikerinnen und Politiker uns gut zuhören?“, fragt Arian. Die erste Akademie sollte Antworten auf diese Frage liefern.
Mit dem Poetry Slammer Dorian Steinhoff übten die Jugendlichen am Vormittag, wie sie den Einstieg in ein Statement gestalten müssen, wenn sie Aufmerksamkeit erzeugen möchten. Hier ging es vor allem um rhetorische Tricks. Dorian Steinhoff betonte, wie wichtig es sei, immer auf sachlicher Ebene beim Thema zu bleiben. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten Audio-Statements, um ihre Lösungsvorschläge gezielt einzustudieren.
Nach dem Mittagessen erhielten die Jugendlichen Input zum Thema „Leichte Sprache“ von Dr. Britta Krause aus dem Ministerium für Soziales. Mit ihr feilten sie anschließend an ihren Audio-Statements.

Diskussion mit Landtagsabgeordnetem

Anschließend konnten sich die Schülerinnen und Schüler von dem Landtagsabgeordneten Tobias Krull beraten lassen und mit ihm ihre Ideen diskutieren. Er gab ihnen konkrete Tipps mit auf den Weg, zum Beispiel:

  • maximal 3 Minuten reden,
  • authentisch bleiben, eigene Sprache verwenden,
  • konkrete eigene Beispiele benennen,
  • zeigen, dass man sich mit einem Thema auseinandergesetzt hat,
  • konkret adressieren (wer ist wo und wie konkret gefragt).

Im nächsten Schritt möchten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Landtagsabgeordneten in Verbindung setzen, die auch beim Schulentwicklungscamp mit dabei waren und großes Interesse an ihren Themen gezeigt haben. „Wir möchten Vorschläge in die Politik einbringen, die dann auch ernsthaft im Landtag diskutiert werden“, sagt Arian. Aus seiner Sicht sei es höchste Zeit, dass die Expertise der Schülerinnen und Schüler anerkannt werde.

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